Vier Linden
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www.bf-vln.de - Bau einer funktionsfähigen Gleiswaage
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Bau einer funktionsfähigen Gleiswaage

Für meinen Bahnhof Vier Linden wollte ich gerne eine funktionsfähige Gleiswaage bauen.
Um nicht das Rad neu zu erfinden dachte ich, könnte man einfach eine billige digitale Küchenwaage unter der Modellbahn einbauen und ein Stück Gleis mechanische vom Rest des Segments trennen. Dieses wäre dann quasi der Wägeteller.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Gedacht - getan. Erstmal eine billige digitale Küchenwaage gekauft. Passenderweise gab es grade ein Angebot bei Aldi, bei dem ich zugeschlagen habe.
Die Waage ist eigentlich recht hübsch gebaut worden, fast schon zu schade um geschlachtet zu werden.
Sie kam mit einer 2l fassenden Schale dabei, die wanderte gleich in die Küchenschränke. Ausserdem war eine 9V-Blockbatterie dabei.
für knappe 14€ kann man eigentlich nichts sagen...
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Die Schrauben die die Waage zusammen halten waren leider ein wenig versteckt. Man muss erst die Gummifüße rauspfriemeln und kann dann darunter winzige Schrauben lösen.
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Unter dem Typenschild kommt noch eine grosse Schraube zum Vorschein, diese hält den Wägeteller auf der Mechanik. Sie muss auch gelöst werden.
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Die Waage kann man dann recht gut öffnen. Sie besteht aus erschreckend wenigen Teilen, in der Mitte sieht man einen Alubarren der die eigentliche Messmechanik ist. Unter dem weissen Klebstoff ist ein Dehnmeßstreifen, auf der Unterseite ist noch einer, diese registrieren die Kraft mitder der Barren verbogen wird. Die Elektronik unter dem Display wertet dieses aus und zeigt es an. Mit dem kleinen Piezo-Quäker wird ein Piepston gemacht wenn man die Taste vor dem Display drückt. Hinten ist noch das Batteriefach zu sehen. Durch das Loch in der Mitte des Oberteils waren Wägeteller und Alubarren verbunden.
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Wie man sieht funktioniert die Waage immer noch, ich habe also noch 23g Plastikkleber (aber leider inklusive Flasche...).
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Dies ist die Mechanik und die Elektronik komplett entfernt. Den Batterieklipp habe ich abgelötet und im Gehäuse gelassen, weil das Kabel recht gut mit Heisskleber befestigt war. Alle anderen Teile liessen sich einfach ausbauen.
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Anstatt nun schon den Ausschnitt im Modul einzusägen habe ich erstmal das Waagehäuschen zusammen geklebt. Es entstand aus einem Bausatz von Mobadeluxe.
Der Bausatz besteht aus einigen Teilen die per Laser aus Pappe geschnitten wurden.
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Dies ist die Abdeckung der Waage die zwischen die Gleise kommt. Ich finde dass sie eine sehr schöne Struktur hat!
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Der Zusammenbau ist sehr einfach. Der Pappkarton kann gut mit Uhu oder einem vergleichbaren Klebstoff geklebt werden.
Um die Oberfläche zu versiegeln habe ich sie komplett mit zwei Schichten Sekundenkleber eingestrichen, nur eine Schicht wäre aber besser gewesen, denn die zweite ist recht uneben aufgetrocknet und ich musste sie wieder glatt schleifen.
Um die Ecken wirklich eckig zu machen habe ich, wo noch Unebenheiten waren, dickflüssigen Sekundenkleber aufgetragen, den ich dann recht lange aushärten lassen habe. Wenn er trocken ist kann man ihn gut schleifen.
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Das Dach wird aus zwei Teilen zusammengesetzt, aus einer Platte und einem Rahmen, der unter diese Platte geklebt wird. Damit das Dach auch wirklich nach Teerpappe aussieht habe ich 11,5x3,5mm grosse Stücke 600er-Schleifpapier im Abstand von 2,5mm leicht überlappend aufgeklebt.
Leider ist nicht jedes Schleifpapier geeignet. Ich hatte ausser dem verwendeten auch noch ein anderes zur Auswahl, das dicker war und beim schneiden mit einem Cutter (von hinten, damit die Klinge nicht allzu schnell stumpf wird!) zerbröselt ist.
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Damit ich Fenster und Türen gut bemalen konnte habe ich sie auf einen Streifen Tesafilm geklebt, den ich dann besser anfassen konnte.
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...so sieht das Wiegehäuschen dann im Rohbau aus. Ich habe es mit stark verdünnter Farbe gestrichen (das geht nur wenn man die Pappe mit Sekundenkleber versiegelt hat, sonst werden die Fasern gelöst!).
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Um das Display einzubauen habe ich mit der Bohrmaschine und einem Lochsägeaufsatz ein Loch in die Modulkastenwand gebohrt...
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...und einen Displayrahmen aus dünnem Sperrholz gefeilt,...
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..., der dann von hinten dagegen geleimt wurde.
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Mit kleinen Spaxschrauben konnte dann sehr bequem das Display einfach angeschraubt werden.
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Für die Waage an sich brauchts nur den Wiegebalken und ein Brett, um Gleise darauf zu befestigen.
Den Wiegebalken konnte ich einfach unter den Modulkasten schrauben, er wird mit einem Stück geschirtem Kabel an das Display (an dem auch die gesamte Elektronik hängt) angeschlossen.

Material und Kosten
Elektronische Küchenwaage 14€
Bausatz für die Gleiswaage von MobaDeluxe (gibts nicht mehr) 10€
Insgesamt 24€

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Letzte inhaltliche Änderung: 03.11.2003, Tobias Meyer, website.2017@bf-vln.de.
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