Vier Linden
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www.bf-vln.de - MAN F8
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MAN F8

Das Prinzip "Spatenstich" kennt wohl jeder Modellbahner — da eine Modellbahn immer nur einen Ausschnitt der Welt darstellen kann, muss irgendwo getrennt werden. Wenn man davon ausgeht, dass die Landschaft vor der Wahl des Stücks existierte, wird also alles wie mit einem Spaten abgestochen. Dabei ergibt es sich dann, dass auch Wege, Häuser oder Gleise durchtrennt werden.

Das ganze bis zum Ende gedacht ergibt dann so etwas wie die Löstertalbachbrücke eines Freundes, von der man nur etwa 50cm Fahrbahn auf zwei Pfeilern sieht, die hoch oben über des Modellbahners Köpfen schweben.

Weil ich das so toll fand, hab ich mich spontan dazu entschlossen, dass der Spatenstich auch noch durch einen LKW gehen müsste.
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Dazu bot sich ein LKW mit Kofferaufbau an, da man diesen recht filigran aber gleichzeitig stabil bauen kann. Bei Industriemodellen ist der Aufbau typischerweise sehr massiv ausgeführt, daher habe ich einen Quader aus 0,5mm-PS-Platten gebaut und mit der Laubsäge diagonal abgesägt.
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Das Fahrgestell ist ein MAN F8 von Herpa. Diesen gibt es in etlichen Ausführungen, da mir der Aufbau und die Lackierung egal waren, habe ich einen mit Circus-Krone-Aufdruck genommen, weil es den gerade beim Händler gab.
Den F8 habe ich gewählt, weil er während der Produktionsdauer kaum verändert wurde und somit über 40 Jahre einsetzbar ist — von der späten Epoche 3 bis ins nächste Jahrhundert. Damit bleibt das Modul halbwegs epochenneutral.
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Wie üblich gab es dem Herpa-Modell ein bisschen Kleinkram zu verbessern: Der Tank wurde von der (groben) umlaufenden Kante auf den moderneren, glatten Stil mit zwei Befestigungsbändern umgebaut und...
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...der Auspuff gegen ein auf 0,8mm aufgebohrtes 1mm-MS-Rohr ersetzt.
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Nach dem Lackieren gibt es einige Baugruppen. Ich habe mich für ein rotes Fahrwerk mit roten Felgen und Stoßstangen und einen grünen Aufbau entschieden. Der Koffer wurde außerdem von unten schwarz, von innen weiß und der Fußboden braun gespritzt, was einige Abkleberei mit sich brachte.
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Weitgehend fertig hat man dann einen scheinbar normalen LKW vor sich, der nur ein etwas merkwürdig anmutendes Heck hat...
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Natürlich muss nun auch die Ladung nachgebildet werden. Da die Brücke recht hoch ist, habe ich mich auf wenige Details beschränkt; tief kann man ohnehin nicht in den Laderaum schauen. Das Ladegut ist gemischtes Stückgut, das ist interessanter als bloß Kisten.
Auf einem Transportgestell aus dünnen PS-Streifen wird ein Kofferraumdeckel eines VW Käfer transportiert. Der Deckel entstammt einem AMW-Modell.
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Um gegen Transportschäden geschützt zu sein, wurde der Deckel in Stretchfolie gewickelt. Im Modell ist das einfache Frischhaltefolie, die gewickelt und an ihren Enden mit Klebestreifen befestigt wurde. Beim Wickeln muss man vorsichtig sein, um solche verzogenen Balken wie bei meinem Transportgestell zu vermeiden.
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Das nächste Ladegut ist eine Drehmaschine. Es gibt ein hübsches Modell von Preiser, in der Military-Serie sogar ohne den unnützen Werkstattgruschd. Die Drehmaschine habe ich ohne Veränderungen aufgebaut, lackiert und auf eine Palette verladen. Die Spannriemen sind dünne Streifen Isolierband, das unten mit Sekundenkleber verklebt wurde.
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Zu guter letzt gibt es, als Sichtbarriere, noch zwei Stapel Kartons. Diese entstanden aus einem alten Briefumschlag, auf den das Schnittmuster gedruckt wurde. Nach einer Bastelstunde hat man dann zwei Paletten voll und genug davon fürs ganze Jahr...
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So sieht das ganze dann im fertig beladenen LKW aus.
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Das ganze Fahrzeug, natürlich ohne den Laderaum, wurde noch ein bisschen gealtert. Die Scheibenwischerspuren entstanden mit Abklebeband, das passend ausgeschnitten wurde.
Hier sieht man auch, dass ich neue Scheinwerfer gebaut habe: Statt des verchromten Kunststoffteils wurde das Glas mit Humbrol Clearfix gezogen, dann von hinten silber hinterlegt.
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Der gealterte LKW von der Seite. Spiegel sind noch nicht montiert, sie würden beim Transport sofort abbrechen.
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Auf der Brücke, der noch einige Details fehlen, macht sicher der LKW gut!

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Letzte inhaltliche Änderung: 02.01.2009, Tobias Meyer, website.2017@bf-vln.de.
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