Vier Linden
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www.bf-vln.de - BR 56.2-8 aus GFN 55
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Umbau einer Fleischmann 55 in eine 56.2-8


Die Reichsbahn ließ überzählig vorhandene Lok der BR 55 durch Einbau einer Laufachse zur BR 56.2 umbauen. Es ergaben sich damit einige Vorteile, vor allem wurde die Achslast verringert und die Höchstgeschwindigkeit erhöht. Dadurch konnte die Lok sowohl auf leicht gebauten Nebenbahnen eingesetzt werden, als auch auf Hauptbahnen fahren, ohne die nachfolgenden Züge auszubremsen.
Mittlerweile gibt es drei verschiedene Modelle dieser Lok; zu Beginn meines Umbaus war das noch etwas anders (das ist ja immer so: Man fängt etwas an, und kaum frokelt man dran rum, kommt das Großserienmodell). Damals gab es den teuren Bausatz von Weinert, die neuen Modelle von Liliput und Märklin/Trix waren noch nicht verfügbar.
Um mein Modell einer 56.2 zu erhalten, habe ich daher den gleichen Weg wie beim Vorbild eingeschlagen: Das gute Modell der BR 55 von Fleischmann wurde um eine Laufachse verlängert. Als Ausgangsmodell nahm ich das Modell in DB-Epoche-III-Version, das ich günstig gebraucht von einem Bekannten bekam.

Änderungen am Fahrwerk

Als erstes muss das Modell komplett zerlegt werden. Dass ist kein Problem   es müssen nur die Schrauben an der Unterseite gelöst werden, sie zerfällt dann regelrecht. Mit dem Tender verbinden sie noch zwei Kabel, die im Stehkessel angelötet sind.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Der Rahmen muss vorne so bearbeitet werden, dass der Vorschuh aufgeschraubt werden kann.
Normalerweise sitzen quer in der Pufferbohle ein durchgehender Metallquader. Die beiden Enden, die die Seiten der Pufferbohle füllen, müssen abgefeilt werden. Damit die Vorlaufachse seitlich ausschwenken kann, muss der Rahmen von unten her um 1mm flacher gefeilt werden.
Im Übergang zum breiteren Teil des Rahmens ist seitlich eine Stufe, diese muss rausgefeilt werden, um den Vorschuh direkt an die Zylinder stoßen zu können.
Auf der Oberseite, nicht sichtbar, ist ein Halter für die Glühbirne der vorderen Beleuchtung, dieser muss weg, wenn die Zylinder näher zusammen sollen, oder gekürzt werden, damit der neue Umlauf passt.
Um den Vorschuh zu befestigen, verwende ich zwei M2-Senkkopfschrauben. Die dafür nötigen Löcher sind sogar schon weitgehend vorhanden, sie müssen nur durchgebohrt werden.
Kurz hinter der Aufnahme für die Kurzkupplungsdeichsel ist eine neue 2,5 mm Bohrung für eine Schraube, mit der das Gehäse befestigt wird. Sie ist exakt 8,3mm vor dem alten Loch.
Ich habe bei meiner Lok die Zylinder um 2 mm näher zusammengerückt, dazu weiter unten mehr. Da dann die Zylinder nicht mehr einfach von oben übergestülpt werden können, habe ich zwei M2-Gewindelöcher durch die "Flügel", die in die Zylinder ragen, gebohrt.
Der ehemalige Haltezapfen für die Kurzkupplungskulisse hält bei meinem Modell die Deichsel der Laufachse. Da ich feste Kupplungshaken bevorzuge, ist die Kulisse eh hinfällig.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Am Heck sind nicht ganz so umfangreiche Änderungen nötig.
Die Platte, auf der die Kupplungsdeichsel aufliegt, muss oben geglättet und auf 9 mm gekürzt werden. Die Anschläge für die Kurzkupplungsdeichsel müssen weg.
Auch hier brauchts ein Loch, das 8,3mm vor dem Alten liegt, um das Gehäuse zu befestigen. Da dieses dann direkt unten auf einer Kante rauskommt, der Schraubenkopf aber trotzdem versenkt sein muss, muss man hier mit einem Fräser eine Zapfensenkung reinpfuschen. Leider ist dadurch die Montage der ganzen Lok ein bisschen unangenehm geworden: Zuerst muss die hintere Kesselschraube eingedreht werden, dann wird die untere Abdeckplatte montiert, dann die vordere Kesselschraube eingedreht.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Die Abdeckplatte des Rahmens, die die komplette Bremsimitation trägt, muss auch angepasst werden.
Hinten wird sie so weit gekürzt, dass der Flansch des Bremswellenlagers bündig abschließt. Die Mitte wird rausgeschnitten und gegen ein ebenes Stück Polystyrol ersetzt. Das Ende der Platte wird abgesägt und näher wieder drangeklebt, sodaß das ganze Teil exakt 100mm lang ist.
Bei dem Umbau zur 56.2 wurde der Drucklufttank nicht mehr am Rahmen befestigt, daher muss hier gesamte seitliche Befestigung abgeschliffen werden. Ein neuer Tank wird oben auf dem Umlauf platziert.
Um das Führerhaus zu tragen, muss noch das Abschlussblech des Rahmens angeklebt werden. Damit die schönen Winkel mit den Nieten erhalten bleiben, habe ich für das Abschlussblech vorher Nasen in die Abdeckplatte gefeilt.
Ein Foto von www.bf-vln.de

Im vorigen Bild schon zu sehen ist die Befestigungsbohrung in der Abdeckplatte. Diese Bohrung und die zugeh&oum;rige M2-Bohrung im Rahmen wurden gemeinsam gebohrt. Dadurch passen die beiden Löcher exakt übereinander.
Vorne wird die Abdeckplatte nun wie gehabt mit den Klippsnasen und der Schraube, die auch den Kessel hält, gehalten.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Für den vorderen Befestigungszapfen am Kessel ist im Stromabnehmerträger ein ehemals passendes Loch, dieses muss versetzt werden. Weil es später nicht mehr gesehen werden kann, habe ich einfach nach Augenmaß mit der Laubsäge ein rechteckiges Stück ausgesägt. Dazu muss vorher die Kontaktfahne für die Glühbirne abgelötet werden. Das gleiche muss auch hinten geschehen, weil hier nun der neue Zapfen auch im Bereich des Stromabnehmerträgers sitzt.
Vorne müssen die Umlaufstützen von oben her knapp 0,5mm abgefeilt werden, damit später der neue Umlauf passt. Hinten muss auch knapp 0,5mm runter, damit das Führerhaus gerade sitzen kann.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Der Vorlaufradsatz ist von Fleischmann, er wird dort unter anderem in das Modell der BR 86 eingebaut.
Damit der Abstand zwischen Lauffläche und Abdeckblech nicht allzu groß ist, habe ich die Spurkränze mit der Feile abgedreht. Das neue Radprofil entspricht etwa NMRA RP25 Code 110.
Ich habe dazu ein Rad von der Achse gezogen und auf eine zweite (von einem Märklin-Güterwagen) gepresst. Dann habe ich die Achsen in das Futter einer Drehmaschine gespannt und den Durchmesser über Spurkränze auf 11,1mm abgedreht. Die Radien am Spurkranz habe ich dann mit einer feinen Nadelfeile nach Augenmaß geformt. Danach habe ich den Radsatz wieder zusammengepresst und auf 14,3mm Innenmaß eingestellt.
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Der Radsatz muss natürlich auch gehalten werden - dafür habe ich eine Vorlaufdeichsel aus Messingblech gebaut.
Sie besteht aus einem Stück 0,5mm-Messingblech, die Maße sind auf diesem bemaßten Foto zu erkennen. Urspünglich hatte ich einen Messingdraht als Bügel angelötet, der als Rückstell- und Anpressfeder dienen sollte. Er hat sich nicht bewährt, stattdessen greift nun ein Federstahldraht in eine nachträglich eingesägte Nut an der Vorderseite.
Die Achse wird vor dem Hinausfallen durch einen Drahtbügel gehindert, der oben über das Blech geht, und unten etwa 180° um die Achse gewickelt ist. Dabei muss man einen guten Kompromiss zwischen Anpressdruck und Rollwiderstand finden.
Als Drehpunkt für die Deichsel dient der Zapfen, der eigentlich die Kurzkupplungskulisse hält. Damit das Blech nicht abrutschen kann, habe ich längs ein 0,4mm-Loch durchgebohrt, in dem ein Drahtstück als Splint steckt. Wirklich nötig ist er nicht, denn das Blech wird auch durch die Abdeckplatte gehalten, aber es vereinfacht die Montage ganz enorm.
Die bereits bearbeitete Abdeckplatte mit den Bremsklötzen verdeckt die Vorlaufdeichsel bis zur Vorderkante der Zylinder.

Vorschuh und Umlauf
Der größte Bauaufwand verbirgt sich in den beiden Baugruppen Vorschuh und Umlauf – und aus genau diesem Grund gab es von Günther und gibt es von Krüger Modellbau Umbausätze, die im wesentlichen diese beiden Baugruppen enthalten. Trotzdem: Der Selbstbau ist möglich und macht Spaß!
Bis ich zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangt bin, habe ich allerdings fünfmal Ausschuss produziert...
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Der Vorschuh entsteht bei mir, wie vieles, was ich baue, aus Polystyrol. Dieses Material lässt sich gut mechanisch bearbeiten und kleben und ist ausreichend stabil. Während für die ganzen Flächen Plattenmaterial zum Einsatz kam, habe ich für die Pufferbohle einen Rechteckstab verwendet.
Zur Befestigung des Vorschuhs am Rahmen dienen Schrauben, die ein ausreichend festes Gewinde finden müssen. Diesen Teil habe ich daher aus dickerem Plexiglas gebaut. Der Tritt besteht aus geätztem Messingblech von Weinert.
Statt vermaßter Zeichnungen habe ich in einen Satz Fotos die tatsächlichen Maße gekritzelt: Ansicht von vorne, Ansicht von hinten, Ansicht von unten.
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Detailliert wird die Pufferbohle mit Federpuffern, Bremsschläuchen, der Heizleitung, den Rangierergriffen von Weinert Modellbau. Die Kupplung ist eine bügelkupplungskompatible Nachbildung der Schraubenkupplung des Vorbildes, die Michael Weinert anbietet.
Zusätzlich bekommt der Vorschuh eine Griffstange auf dem Tritt und darunter einen Aufstiegstritt an der Pufferbohle (der fehlt noch) und natürlich Bahnräumer (Weinert).
Die Abdeckungen der Rückstellfedern der Deichsel bestehen wieder aus PS, ebenso das unmotiviert herausstehende Rohrende und die Schmierölreservoirs (die ich aber eventuell noch gegen Weinert tauschen werde).
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Von der Seite gut zu sehen ist ein Rohr, das von der Heizkupplung aus nach links und dann an der Seite des Vorschuhs hochgeht. Ich weiß nicht, wo es endet, und halte mich da strikt an alle mir vorliegenden Vorbildfotos: Irgendwo in der Dunkelheit zwischen Vorschuh, Umlauf und Zylindern.
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Der Vorlauf besteht aus dem Boden des Führerhauses (vom alten Vorbau), geätztem Messingblech (von Weinert) und Messing L-Profilen mit 0,6x1 mm Schenkellänge. Die quer verlaufende Strebe aus Messing sorgt für Stailität, die daran anschließende Fläche aus PS für die richtige Position: Sie passt genau in die Zylinder.
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Vorne wird der Bereich oberhalb der Zylinder und unterhalb der Dampfrohre noch aufgefüttert, die PS-Klötze deuten die Verbindung vom Kesselauslass zu den Zylindern an. Weil der Kessel nach vorne verschoben wurde, war hier beim Vorbild wohl einiges Gebastel nötig geworden.
Um die Rauchkammer richtig stützen zu können, ist oberhalb der Kessel noch ein umlaufender Steg zwischen die beiden Seiten des Umlaufs geklebt worden.
Auch hier gibt es wieder zwei Ansichten mit eigetragenen Maßen: von unten und von oben.

Schmalere Zylinder?

Am Ausgangsmodell stehen die Zylinder knapp 4mm zu weit auseinander. Sie lassen sich um 2mm zusammenrücken, dies erfordert aber doch einigen Aufwand.
Belohnt wird man dafür mit einem wesentlich verbesserten Aussehen, vor allem, weil mit dem Zusammenrücken der Zylinder auch der gesamte Umlauf schmaler gebaut werden kann. Dies fällt vor allem dort auf, wo er an das Führerhaus stößt, aber auch am Vorschuh, durch die rechteckigen Löcher in der Stufe des Umlaufs.
Doch nichts ohne Nachteile: Enge Radien kann man danach vergessen, da die Achsen einfach nicht so weit seitlich rausgedrückt werden dürfen. Eventuell muss sogar die Seitenverschieblichkeit gehemmt werden. Die Vorlaufachse kann in engen Kurven mit den Kolbenstangenschutzrohren kollidieren. Außerdem verhakt sich die Steuerung mit den originalen Steuerungsbolzen.
Alle bereits genannten Maße beziehen sich auf schmalere Zylinder!
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Die Zylinder selbst werden innen um je 1 mm schmaler gefeilt. Danach werden sie in der Mitte auseinandergesägt und auch hier werden 2 mm entfernt.
Um sie in der richtigen Position befestigen zu können, habe ich zwei Löcher in die Zylinder gebohrt, mit denen sie am Rahmen verschraubt werden. Die Schrauben finden in entsprechenden M2-Gewindelöchern halt.
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Auch die Steuerungsträger werden je Seite um 1 mm gekürzt. Beim vorderen liegen die Sägeschnitte an der inneren Kante der diagonalen Aussparungen für die Spurkränze, am hinteren mittig in den Langlöchern.
Die Klebstellen zu verschleifen ist insbesondere beim hinteren sehr schwer, weil die Oberfläche hier sehr komplex ist. Weil man die Stelle eh kaum sieht, habe ich es einfach gut sein lassen.
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Ich hab die beiden Seiten der Steuerung nicht einzeln gekürzt, sondern mittig abgefeilt und näher zusammengesetzt.
Dafür ist aber eine neue Befestigung nötig, weil die alte komplett weggefeilt werden muss, denn sie würde mit der Befestigungsschraube kollidieren. Ich habe beide Seiten auf ein Stück Platinenmaterial gelötet. Sie werden dadurch nun horizontal fixiert, da es exakt zwischen die beiden Steuerungsträger passt. Vertikal werden sie durch einen kleinen Rest der alten Befestigung, der zwischen den Steuerungsträgern eingeklemmt wird, gehalten.
Das Bearbeiten des Bleches ist ein bisschen pfriemelig, weil man gut aufpassen muss, dass man es nicht verbiegt, oder Teile der Steuerung kaputt macht.
Um ein Kippen des Steuerungsträgers zu verhindern, der eigentlich die Steuerung eingeklemmt hätte, nun aber keine Auflagerfläche mehr hat, ist vorne ein dünner Streifen PS aufgeklebt.
Außerdem müssen die Zapfen an den Treibrädern auf etwa 2,2mm gekürzt werden, das geht aber ganz gut mit einer kleinen Feile. Die Gegenkurbeln sind dann natürlich zu lang, können aber nach der finalen Montage verklebt werden.
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Der fertige Rahmen mit schmaleren Zylindern, Steuerung und Umlauf.
Die Bolzen, die die Kuppelstangen in den Rädern halten, sind zu lang. Sie sind glücklicherweise ein Standardteil von Fleischmann, das es in verschiedenen Längen gibt; die kurzen haben die Bestellnummer 73 0520.

Die Aufbauten

Bei den Aufbauten kann man beliebig viel Aufwand treiben: Ich habe mich für das volle Programm entschieden und baue den Kessel neu mit feineren Bauteilen, vollständig freistehenden Rohrleitungen und der korrekten Verrohrung neu auf. Alternativ könnte man auch fünfe gerade sein lassen und den Fleischmann-Kessel wie er ist übernehmen. Dann liegen natürlich einige Leitungen falsch, am stärksten fällt dies bei den Sandfallrohren auf.
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Begonnen habe ich damit, dem Kessel die Rohre abzuschaben. Als einzige bleiben durften die Schmierleitungen und die Druckluftleitungen an den Sanddomen.
Zum Schaben habe ich ein Messer mit einer gewölbten Klinge verwendet, und die Flächen danach erst mit 400er, dann mit 1000er Sandpapier geglättet. Beim Schleifen habe ich schmale Streifen, etwa 4mm, über die Spitze eines Wattestäbchens gehalten. Dieses passt sich gut der Form des Kessels an, sodaß es keine flachen Stellen gibt.
Die Luftpumpe wandert weiter nach hinten, ihre Halterung muss daher neu gebaut werden.
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An der Rauchkammer muss das "angenietete" Blech entfernt werden.
Da der Kessel im Original 80mm angeboben wurde, müssen die Einströmverkleidungen mit einem 1mm dünnen Stück Polystyrol verlängert werden. Ich habe ein grob zurechtgeschnittenes Stück aufgeklebt und danach runtergefeilt, bis es mit den alten Einströmverkleidungen eben war.
Hier ist auch zu sehen, dass ich das obere Spitzenlicht mit einem Polystyrol-Rundstab verschlossen habe, um Weinert-Laternen anbauen zu können.
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In der Rauchkammer ist Platz für einen Lautsprecher, bloß muss dann die Tür erstmal raus...
Leider ist sie mit dem Kessel verklebt, sodaß diese beiden Teile arg schwer zu trennen sind.
Unten kann man die Klebestelle noch aufbrechen, doch weiter oben geht auch das nicht mehr. Ich habe daher in diesem Bereich mit einem kleinen Kugelfräser den Steg der Rauchkammertür abgefräst. Dabei muss man aber gut aufpassen, sonst ist man recht schnell durch die Wand...
Die Lampe ist übrigens von Weinert, und wurde von mir entsprechend einem Artikel von Nils Hirche im HP1 mit einer kleinen weißen LED beleuchtet.
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Auch beim Führerhaus geht das große Reinemachen weiter: Die angespritzten Griffstangen werden abgeschabt, die Nummer wird abgeschliffen und der Ausschnitt zum Kessel hin wird nach oben um 1 mm erweitert. Der Kessel wurde zwar nach oben verschoben, das Führerhaus hingegen wurde es nicht!
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Detailliert wurde weitgehend mit Fleischmann-Bauteilen, die aus dem originalen Spritzgussteil herausgetrennt wurden. Zugekauft habe ich lediglich die Dampfentnahmeventile (Reitz), die Sandfalldüsen und die Pfeife (beide Weinert, auf diesem Bild noch nicht getauscht) sowie die ganzen kleinen Griffstangenhalter (Weinert). Alle Rohre bestehen aus MS-Draht, lediglich die langen, geraden Griffstangen sind aus Stahl.
Der Vorwärmer hängt auf diesem Bild bloß an seinen Leitungen. Im endgültigen Aufbau wird er einmal mit dem Umlauf verschraubt werden.
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Auf der anderen Seite bietet sich ein ganz ähnliches Bild. Auch hier wurden die Bauteile soweit möglich wiederverwendet. Die Luftpumpe sitzt auf einem neu angebrachten Träger aus PS.
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Dem Tip eines Bekannten folgend, habe ich vor allen weiteren Arbeiten eine erste Schicht Grundierung aufgetragen, die zeigt, ob noch gespachtelt und geschliffen werden muss. Dadurch bewahrt man sich vor üblen Überraschungen.
Auf dem Foto sieht man nur die schlimmsten Fehler, die man bestimmt auch so entdeckt hätte, aber gerade Unebenheiten in der Rundung, kleine Dellen und Kratzer, sieht man damit enorm gut.
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Decoder und Soundmodul stehen aufrecht im Stehkessel.
Verbunden werden die beiden über die Susi-Schnittstelle, die am Decoder als Lötpads vorhanden ist.
Der Zimo MX63 in Version 20 reicht CV, die auf dem Programmiergleis geschrieben werden, übrigens nicht an das Susi-Modul weiter, das ist wohl ein bug. Auf dem Hauptgleis funktioniert das aber problemlos.
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Der Lautsprecher mit dem Intellisound-Modul gelieferte Lautsprecher ist eigentlich knapp zu grß für die Rauchkammer.
Er kann zurechtgefeilt werden, aber man muss vorsichtig sein, um die Anschlussdrähte nicht zu zerstören.
Das schwarze etwas unten rechts ist die Fleischmann-Pfeife, die offensichtlich vom Magneten angezogen wurde, was mir aber beim Aufnehmen der Fotos nicht aufgefallen ist...

Lackierung

— steht noch aus —

Endmontage


— steht noch aus —

Literatur
Wenzel, Die Baureihe 55, Wuppertal 1976 Das Standardwerk zu dieser Baureihe!
Viele Fotos, Stationierungslisten, einige Zeichnungen. Sehr umfangreich.
EM 4/81, Seite 28 Preußens Amerikaner - Die Entwicklung der preußischen 1'D-Güterzuglokomotiven und ihrer Folgebauarten
Bericht über diverse 1'D-Loks, mit Übersichtszeichnung BR 56.2-8
EM 1/93, Seite 33 Die Baureihe 55
Bericht über die BR 55 anläßlich des neuen GFN-Modells. Ein paar Zeilen über die 56.2-8. Mit Übersichtszeichnung BR 55.
Miba 02/85, Seite 39
Miba 04/85, Seite 59
Dampflokomotive BR 56.2 - Vorbild und Modell (1),
Dampflokomotive BR 56.2 - Vorbild und Modell (2)
Diese Artikel enthalten Vorbildinformationen, eine Umbauanleitung auf Basis des alten Fleischmann-Modells und natürlich Zeichnungen von sc.
Miba 07/92, Seite 55 Faktotum mit Fanclub
Bericht über die BR 56.2-8
Miba 11/92, Seite 64 Weinerts 56.2: Variationen für eine Vielgeliebte
Lars-Christian Uhlig und Jan Bruns bauen 56.2 von Weinert um.
Miba 12/98, Seite 44 Gelungene Umbau-Lok
Kurzer Bericht über die Geschichte dieser Baureihe
Miba 12/98, Seite 46 Modell-Mutation
Umbau der GFN 55 in eine 56.2-8 mit dem Umbausatz von Günther
EJ Special III/90 Die Baureihen 55 und 56
Sonderheft nur über diese beiden Baureihen. Leider nur wenig über die 56.2-8, dafür aber viele schöne Bilder, zum Teil sogar in Farbe.
EJ 12/98, Seite 20 Neuer Umbausatz: 56.2 von Günther - Wunschmodell
Der Umbausatz von Günther wird vorgestellt.

Außerdem habe ich eine Liste mit allen mir zur Verfügung stehenden Fotos erstellt.

Material und Kosten
Fleischmann BR 55, #4155 (gebraucht) 82€
Fleischmann Vorlaufradsatz für BR86 (geschenkt)
1mm Polystyrol, schwarz
1mm Polystyrol, weiss
0,5mm Polystyrol, schwarz
0,5mm Polystyrol, weiss
0,25mm Polystyrol, weiss
0,4mm Messingdraht
0,5mm Messingdraht
0,6mm Messingdraht
0,8mm Messingdraht
Reitz 1139, Dampfentnahmeventile 5,10€
Weinert 8600, Federpuffer 6,70€
Weinert 8603, Pufferplatten 2,70€
Weinert 8644, Kupplungsflansch 3,20€
Weinert 8554, Schienenräumer 5,50€
Weinert 8922, Luftkessel 5,80€
Weinert 8742, Aufstiegsleitern 6,90€
Weinert 8356, Dampfpfeife 3,70€
Weinert 8175, Sandstreudüsen (2x) je 3,50€
Weinert 8460, Griffstangenhalter kurz und mittel 7,10€
Weinert 8641, Kupplung für Pufferbohle, passend für Märklin-KK 3,60€
Weinert 9005, Reichsbahnlaternen, 4x mit Fuß, 2x DB-Spitzenlicht 13,30€
Weinert 9333, Riffelblech, 0,4mm dünn 15,90€
Fleischmann 73 0520, Steuerungsbolzen kurz (6x) je 0,91€
Zimo MX63
Uhlenbrock Intellisound

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Letzte inhaltliche Änderung: 04.01.2014, Tobias Meyer, website.2017@bf-vln.de.
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